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Baguette? Jaaaa Baguette!










Morgen Baguette oh ja rief die „Meute“  in die Küche. Warum nicht heute zum Abendbrot? Nun ja der Teig muss eine Weile gehen. Wohin? Nicht wohin sondern aufgehen. Ah! Beim Baguette streiten sich die Geister. Ich bin nun mal kein Bäcker, aber ich habe mir vor allem in den letzten zwei Jahren eine Menge angelernt. Nach der Devise learning by doing, oder mach es doch selbst. Der Grund dafür sind ganz einfach die Zutaten, welche in der Massenware drin sind, damit uns die Frische hoffentlich lange vorgegaukelt werden kann. Nein wenn man es selbst macht wird es vertraulicher, aber es bleibt auch nicht ganz so lange frisch. Warum auch, es wird doch sofort weggeputzt. Persönlich habe ich mir vieles aus dem Buch „Brot“ von Martin Johannson beigebracht. Wobei ich mittlerweile auch Rezepte zu meinen Gunsten gewandelt habe, denn manchmal war der Teig zu Nass oder aber auch nicht würzig genug. Wie dem auch sei, so sind viele Seiten ganz schön gezeichnet. Jedoch hat der Herd so einige Leckereien kennen lernen dürfen. Mir macht es riesigen Spaß und ich kann es nur weiterempfehlen. Die Krux beim Brot oder Brötchenbacken liegt auch tatsächlich am Mehl. Es gibt wirklich sagenhafte Unterschiede im Quellvermögen und das Korn ist auch von großer  Bedeutung. Die Großindustrie nimmt wohl mittlerweile sehr viel Korn aus China, dieses hat eine bessere Ergiebigkeit. Leider zu Lasten unsere Konsumenten, denn ein Europäer kann damit nicht viel anfangen und die Zunahme von Gluten Unverträglichkeit kommt nicht von ungefähr. Deshalb bevorzuge ich wirklich Bio Mehl und dies von relativ kleinen Produzenten. Man sollte also davon ausgehen, dass es funktionieren könnte. Was aber tatsächlich passt, ist die Wasseraufnahme und demzufolge auch die positive Qualitätssteigerung beim gehen des Teiges. Da bin ich fest davon überzeugt, dass dies ein Bio Mehl bevorzugen lässt. Ich weiß, dass der Preis deutlich nach oben ausschlägt. Ich frage mich auch manchmal warum beim Discounter 1 Kg Mehl 0,39 € kostet und im Bio Laden 1,29 € Typ 405. Keine Ahnung, aber möglicherweise liegt es dann wohl doch an der Ergiebigkeit. Der Typ gibt übrigens den Mineralstoffgehalt auf 100g Mehl an, also je höher umso mehr Mineralstoffe. Nun gut bei Testergebnissen gibt es auch Kontroversen zu Preis und Leistung. Herkömmliche Mehle sind genauso gut wie Bio Mehle. Ich Glaube, da sollte jeder seinen eigenen Weg finden. Jedoch wenn ich an China denke, denke ich auch an viele Schadstoffe, die in unseren Breiten definitiv verboten sind und da wohl immer noch zur Leistungssteigerung Verwendung finden. Deshalb fühle ich mich bei Bio ganz gut aufgehoben und werde den Weg auch weiter folgen. Aber nun ab in die Backstube und ran ans Baguette. Ich habe einen relativ einfachen Teig, der jedoch ziemlich lange gehen muss. Deshalb ist Geduld angesagter Trend.

Teig für 3 Stück  25 cm große Baguette

9 g Hefe
240 g Weizenmehl (405)
260 g Roggenmehl (1150)
300 ml Wasser
12 g Salz




Alles gut mit den Kneter verarbeiten und danach 8 Stunden ruhen lassen. Ich mache es immer über Nacht. Wenn ich den Teig um 19:00 Uhr fertig mache, stelle ich ihn 2 Stunden abgedeckt in die Küche und danach bis zum Morgen in den Kühlschrank. Das funktioniert super. Den Teig etwas weiterbearbeiten und mit etwas Mehl bestäuben damit er griffig bleibt. Nun drei gleichgroße Baguette daraus formen und in das mit Backpapier ausgelegte Baguetteblech  platzieren. Die Teiglinge leicht einschneiden. Mit Backpapier macht es sich einfacher und ist vor allem Pflegeleicht für das Blech. Nun den Ofen auf 260 °C anheitzen und warten bis die Temperatur erreicht ist. In der Zwischenzeit kann der Teig noch etwas gehen und dann ab damit für 20 Minuten in den Ofen. Könnt ihr es schon riechen? Mmmmmh! Yummi, dass wird was. Probiert es aus und kritisiert mich, wenn nötig. Sollte es euch gefallen so könnt Ihr es bitte teilen.
Was gibt es dazu zu? Zum Frühstück! Natürlich selbstgemachte Erdbeer Konfitüre. Jetzt um diese Jahreszeit herrlich. In diesem Sinne. Nam Nam

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